Bonifaz Engler - KLAUS ENGLER Restaurator - Kirchenmaler Vorderhof 19, CH- 9033 Untereggen

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Bonifaz Engler

Firma

Gründer der Firma Bonifaz Engler 1948

Bonifaz Engler, geboren 1919, erlebte seine Jugendzeit in der Heimatstadt Rorschach. Es war für ihn ein Glücksfall, dass er in Rorschach ab 1934 die Lehre als Kirchenmaler in der damals bekannten Firma Karl Haaga absolvieren konnte. Nach 14 Jahren verliess er die genannte Firma um sich 1948 beruflich selbständig zu machen.


Das Zeugnis seines Lehrmeisters ermunterte ihn dazu. Es lautete:" Bonifaz Engler machte die Lehre als Kirchenmaler vom April 1934 bis April 1937 in meiner Firma. Mit viel Geschick und Talent erwarb er sich die betreffenden Fachkenntnisse und ist mit allen vorkommenden Arbeiten ( auch Spezialarbeiten ) vertraut. Nach Beendigung der Lehrzeit ist er als Gehilfe bei mir tätig und als fleissiger, williger Arbeiter, der zum Teil auch selbständig beschäftigt war, hat er sich meine vollste Zufriedenheit erworben. Weil der junge Mann sehr strebsam im Berufe ist und bestimmt jede vorkommende Arbeit fachgemäss auszuführen im Stande ist, kann ich ihn jeder Firma bestens empfehlen. Haaga 5. Februar 1943 "


Bonifaz Engler erachtet es als seine Lebensaufgabe, in Handwerk und Kunst das Schaffen der Künstler vergangener Generationen der Gegenwart in ursprünglicher Schönheit zu bewahren. Die Kultur und Kunstdenkmäler vermögen den Menschen zum Nachdenken anzuregen, zu erfreuen und geben ihm ein Mass für die Arbeiten der Gegenwart und Zukunft.


Die ersten Arbeiten in seiner beruflichen Selbständigkeit waren, die Restaurierung der St. Georgskapelle bei Pfäfers sowie die Restaurierung der Abtskapelle im Kloster Fischingen. Mit seinen Restaurierungen erwarb er sich das grosses Vertrauen bei den Herren Dr. Walther Sulser, Architekt und Denkmalspfleger und Herr Dr. H.c. Erwin Poeschel, Kunsthistoriker. Sie betrauten ihm mit anspruchsvolle Freilegungen und Restaurierungen an mittelalterliche Fresken in den Kirchen von Stuls, Paspels und Filisur Danach folgten die Fresken in Tschlins, Fläsch und Scuol. Dazu reihten sich auch die Kirchen von Vals und Tuggen mit ihren Barock- und Renaissancealtären mit vielen Skulpturen, Gemälden und einem gotischen Flügelaltar.

Eine Besonderheit waren die Restaurierungen an historischen Fassaden  wie die Freilegungen und Restaurierungen der Ardüser-Fassadenmalereien am Tscharnerhaus in Rotenbrunnen und in Lenz. Auch restaurierte und ergänzte er die alten Malereien am Römerturm in Bergün, sowie ein bedeutendes Sgraffitohaus in Lavin. Viele Arbeiten führte er im Schloss Salenegg in Maienfeld aus, auch freute ihn die Restaurierung der Fassadenmalerei eines Burghauses in Sent. In Gaubünden bearbeitete er die Orgeln von Scuol, Luzein sowie die Aprederiorgel in Maienfeld.


In der Landschaft der Ostschweiz erinnert er sich besonders an die Freilegung der barocken Deckenfresken in der Kirche von Eschenbach, erstellt vom Maler Josephus Ignatius Weiss 1751 von Kemten, sowie die Freilegung der Deckenfresken in der Kirche von Mörschwil, von dem Maler Mathias Locher 1783 aus Mengen. Fresken von Frances Antonio Giorcioli Dimerete Luganes 1694 restaurierte er in der Klosterkirche Pfäfers, weitere in den Kirchen Mosnang, Eggersriet, Untereggen, Wittenbach, Hl, Kreuzkapelle in Bernegg und Thal.

In dem Buch "St. Gallus in seiner Kapelle" von Herr Prof. Dr. Johannes Duft ist der restaurierte Bilderzyklus der Galluskapelle nach seiner Restaurierung sehr positiv erwähnt. Auch Dr. Erwin Poeschel schrieb einen interessanten Artikel über die restaurierten 12 Apostel von Franz Antoni Dirr  im Treppenhaus des bischöflichen Gebäudes im ehemaligen Kloster St. Gallen.


Im Fürstentum Lichtenstein wurden ihm über Jahrzehnte viele Restaurierungen anvertraut. Z.B. die gotischen Fresken in der St. Mamertenkapelle Triesen, die gotischen Fresken in der Marienkapelle in Triesen, vier gotische Flügelaltäre von St. Mamerten, Rugell, Balzers und vom Schloss Gutenberg so auch grössten Teil der Skulpturen und Gemälde des Landesmuseums in Vaduz und den Kirchen des Landes. Auch viele Gemälde und Skulpturen für Private waren dabei.


Die Gesamtrestaurierung der Klosterkirche Maria der Engel in Wattwil mit Altären und Orgel war ihm eine Lebensaufgabe. Über viele Jahre wurden ihm dann weitere Statuen  und Gemälde anvertraut. Auch anderen Klöstern der Ostschweiz diente er mit bester Arbeit, trotz bescheidenen Handwerkerpreisen.


Bonifaz Engler interessierte sich auch stets für die Geschichte und die Hintergründe seiner Arbeit. So beteiligte er sich auch gelegentlich an archäologischen Ausgrabungen, aber nur dann, wenn sich niemand der geschichtlichen Zeugen annehmen wollte.


Auch viele private Kunden durften wir  mit unseren Restaurierungen erfreuen. Sie schätzten unsere realen Offertpreise. Termine haben wir stets eingehalten.  Durch unser gewissenhaftes Arbeiten mussten wir auch nie selbst verursachte Mängel beheben. Wir danken all jenen die uns das Vertrauen geschenkt haben.


Bonifaz Engler konnte 2008 sein 60 jähriges Berufsjubiläum als selbständiger Restaurator feiern. Es beglückte ihn, dass sein Sohn Klaus Engler seit 32 Jahren mit grosser beruflicher Hingabe mit ihm gemeinsam im Atelier mitarbeitete.



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